Fotografieren in New York: Tipps für Fotolocations - Schelagowski | Fotografie

Fotografieren in New York: Tipps für Fotolocations

Das Empire State Building

Der diesjährige Städtetrip führte uns nach New York. 10 Tage Sightseeing in einer der wohl aufregendsten Städte der Welt. Auf dem Programm stand neben dem Erkunden, Erleben und Entdecken, natürlich auch das Fotografieren. Gerade letzteres war für mich ein wichtiger Aspekt dieser Reise, sodass ich im Folgenden mit euch meine Erfahrungen diesbezüglich teilen und ein paar Tipps für Fotolocations geben möchte.

Hand auf's Herz: welcher Fotograf, ob Profi oder Amateur, träumt nicht davon, selber einmal die bekannten Gebäude, Plätze und Motive in und von New York zu fotografieren? Denn auch wenn man im Internet heutzutage eine Unmenge an Bildern - populäre und weniger bekannte Aufnahmen - aus New York finden kann, so hat das selbst gemachte Foto, meiner Meinung nach, einen ganz anderen Stellenwert.

Planung

New York ist wirklich riesig und es ist schlichtweg unmöglich während eines einzelnen Aufenthalts alles zu erkunden und besichtigen. Daher ist es ratsam sich im Voraus ein paar Gedanken zu machen, was einem persönlich wichtig ist und wie man das Fotografieren geschickt in den Reisealltag und die evtl. geplanten Ausflüge integrieren kann. Letzteres ist besonders dann hilfreich, wenn es keine reine Fotoreise werden soll.
Nachdem unser Aufenthalt und die Tage grob geplant waren, habe ich mir mit Hilfe von GoogleMaps und Streetview angeguckt, wo man einen schönen Ausblick hat, bzw. aus welcher Richtung ein bestimmtes Gebäude gut zu fotografieren ist. In PhotoPills, meiner Meinung eine der besten und hilfreichsten Apps für Fotografen, habe ich mir dann die Fotolocations als "eigene Orte" gespeichert und gleich überprüft wie und aus welcher Richtung der Sonneneinfall Morgens und Abends ist. So musste ich mir Vorort hierzu keine Gedanken mehr machen und wusste beispielsweise wann ich aufbrechen musste um auf den High Lines das gewünschte Licht zu haben.

Location-Tipp 1: High Line Park

Auf einer Strecke von über 2 km, quer durch West-Manhattan, erstreckt sich seit 2014 der High Line Park. Dass es sich hier um eine einst vom Güterverkehr genutzte Gleisanlage handelt, erinnern noch einige belassene, teils verrostete Gleise zwischen den Blumen, Bäumen und Büschen. Der Park lädt zum Verweilen und einem Spaziergang förmlich ein. Zudem findet ihr hier zahlreiche Möglichkeiten zum Fotografieren, von Street- bis hin zu Naturmotiven ist alles dabei.

Location-Tipp 2: Brooklyn Bridge Park

Vom Ostufer des East Side River, am oberen Ende des Brooklyn Bridge Parks, habt ihr einen tollen Blick auf die Skyline von Downtown Manhattan und eines der Wahrzeichen New Yorks, die Brooklyn Bridge.
Was längst kein Insider-Tipp mehr ist, aber dennoch einen Abstecher für abwechslungsreiche Aufnahmen wert ist, sind die Piers am unteren Ende des Parks. Gerade hier kann es etwas windiger sein, was ihr für eventuelle Langzeitaufnahmen berücksichtigen solltet.

Skyline vom Pier des East Side River

Location-Tipp 3: Fulton Ferry State Park

Bevor man über die Brooklyn Bridge zurück nach Manhattan geht, kann man einen kleinen Umweg zum Empire - Fulton Ferry State Park machen, um den Ausblick auf die Skyline mit der Brooklyn Bridge im Vordergrund zu haben. Ein "must-have" Motiv welches vorallem Abends bzw. Nachts, wenn die Brücke und die Häuser beleuchtet sind, beeindruckt. Geht man die angrenzende Washington Street hinauf, bietet sich einem abschließend ein toller Blick auf die Manhattan Bridge.
Von hier empfiehlt es sich nun über die Brooklyn Bridge zurück nach Manhattan zu spazieren. Gerade die Pfeiler in der Mitte der Brücke sind ein beliebtes, wenn auch sicherlich kein unbekanntes, Motiv.

Brooklyn Bridge bei Nacht

Location-Tipp 4: Top of the Rocks

Der wohl bekannteste und beliebteste Platz in New York um Panoramaaufnahmen von der Stadt zu machen ist die Aussichtsplattform auf der 70. Etage des Rockefeller Centers, besser bekannt als Top of the Rocks. Spätestens hier werden einem die Dimensionen dieser Stadt bewusst. Es empfiehlt sich gerade an schönen Tagen und zum Sonnenuntergang viel Zeit und Geduld einzuplanen, denn es kann sehr voll werden. Aber das Warten wird definitiv belohnt! Ich persönlich habe kein Stativ benutzt, auch wenn es angeblich toleriert wird (offiziell ist es untersagt eins zu benutzen). Die Brüstung mit einer passenden Unterlage für die Kamera tut es aber auch.

Uptown Manhattan und Central Park bei Nacht

Location-Tipp 5: Central Park

Die grüne Oase der Stadt ist der Kontrast zur umliegenden Stadt und entsprechend bieten sich hier einem vorallem Flora- und Naturmotive. Was mir persönlich beim Fotografieren im Central Park gefallen hat, ist aber die Möglichkeit das Stadtbild ins Motiv einzubinden, sei es beispielsweise das Dakota Building, oder aber das Plaza Hotel.
Wie für viele andere Plätze gilt auch hier: plant ausreichend Zeit ein, denn es gibt etliche Ecken an denen schöne Motive auf einen warten.

Die Gapstow Bridge im Central Park und das Plaza im Hintergrund
Am "The Lake" im Central Park, New York City

Fazit

Die obigen Tipps sind nur ein kleiner Auszug aus der schier unendlichen Anzahl von Motiven die New York einem bietet. Es gibt noch viel mehr zu entdecken in der Stadt die bekanntlicherweise niemals schläft. Ob bei Tag oder bei Nacht, an Motivideen wird es sicherlich nicht mangeln. Da sollte man schon eher darauf achten, dass man ausreichend Speicherplatz frei hat und stets eine Speicherkarte in Reserve ;-)

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Kategorien: Reisen, Urbanes

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